Themen-Telegramm Oktober 2018

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Das ABC des Rechts - zum Thema:

Erbe erhält Urlaub des Erblassers

Stirbt ein Arbeitnehmer so stellt sich die Frage, ob der Erbe einen finanziellen Ausgleich für vom Erblasser nicht genommenen Urlaub erhält.

Zu unterscheiden ist, ob das Arbeitsverhältnis zum Todeszeitpunkt bestand oder nicht. Scheidet der Arbeitnehmer noch zu Lebzeiten aus dem Arbeitsverhältnis aus, so geht der Abgeltungsanspruch für nicht genommenen Resturlaub unproblematisch auf den Erben über. Der Erbe kann demnach vom ehemaligen Arbeitgeber des Verstorbenen die finanzielle Abgeltung der Urlaubsansprüche fordern.

Verstirbt der Arbeitnehmer, während das Arbeitsverhältnis noch besteht und hat er noch nicht alle ihm zustehenden Urlaubstage genommen, so ist die Rechtslage derzeit uneinheitlich. Während einige Landesarbeitsgerichte davon ausgehen, dass dem Erben auch in diesem Fall finanzieller Ersatz für die nicht genommenen Urlaubstage zusteht, sieht das Bundesarbeitsgericht Klärungsbedarf und hat deshalb den Europäischen Gerichtshof angerufen. Dessen Urteil steht zwar noch aus, es spricht jedoch einiges dafür, dass der Europäische Gerichtshof im Sinne der Erben entscheiden und Ihnen auch in dieser Konstellation einen finanziellen Ausgleichsanspruch gewähren wird.

Sobald das Urteil des Europäischen Gerichtshofs veröffentlicht ist, erhalten an Sie an dieser Stelle weitere Informationen zu diesem Thema.

Organspende: Eine Gewissensfrage?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat kürzlich das sensible Thema Organspende aufgegriffen und eine doppelte Widerspruchslösung gefordert. Demnach dürfen jedem Bundesbürger, der sich nicht ausdrücklich gegen eine Organspende entscheidet, nach seinem Tod Organe entnommen werden. Es sei denn, die Familie widerspricht.

Derzeit ist die Rechtslage genau umgekehrt: Organe zur Spende nach dem Tod dürfen nur entnommen werden, wenn entweder der Verstorbene dies zu Lebzeiten ausdrücklich gestattet hat oder die nächsten Angehörigen zustimmen.

Obwohl der Organspendeskandal schon einige Zeit her ist, hat die Organspende im Jahr 2017 einen Tiefpunkt erreicht. Dies liegt nicht nur an der mangelnden Spendebereitschaft, sondern auch daran, dass Ärzte aufgrund mangelnder Sachkunde oder der Tatsache, dass gerade kein Operationssaal frei ist, die Angehörigen eines Verstorbenen gar nicht nach dessen Bereitschaft zur Organspende befragen.

Nach einer Umfrage der Bundeszentrale zur gesundheitlichen Aufklärung aus dem Jahr 2016 stehen immerhin 81 Prozent der Befragten einer Organspende "eher positiv" gegenüber. Tatsächlich haben nur 27 Prozent diese Einstellung in einem Organspendeausweis dokumentiert und lediglich 4 Prozent in ihrer Patientenverfügung. Ohne schriftliche Niederlegung des eigenen Willens auch zum Thema Organspende besteht die Gefahr, dass nach dem eigenen Tod die Angehörigen Entscheidungen treffen, die dem Willen des Verstorbenen nicht entsprechen. Ein Grund mehr also, seine "letzten Dinge" selbst in die Hand zu nehmen. Dazu gehört neben einer Regelung der eigenen Erbfolge selbstverständlich auch eine Patientenverfügung um festzulegen, welche lebenserhaltenden Maßnahmen tatsächlich am Lebensende noch gewünscht sind. An dieser Stelle sollte auch das Thema Organspende rechtsicher im eigenen Sinne geklärt werden.

Selbstverständlich bin ich Ihnen gerne bei der Erstellung von Testament, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung behilflich.

Vorträge im Oktober

Seit Jahren ist es mir ein besonderes Anliegen, in meinen Vorträgen die Öffentlichkeit über erbrechtliche Themen zu informieren. Ich stelle typische Situationen dar und zeige verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf, beantworte Fragen und kläre über Missverständnisse auf. Auch im Dezember darf ich Ihnen wieder Vorträge rund um das Thema Erbrecht und Nachfolgeplanung anbieten:

Thema: Vorsorgevollmacht - brauch ich die? am 17. Oktober in Bad Kötzting.
Thema: Leider bin ich "offline" - gestorben aber nicht im www! am 23. Oktober in Neunburg vorm Wald.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Sie sind ein Verein oder eine Organisation und haben selbst Interesse einen Vortrag zu veranstalten? Kein Problem! Bitte wenden Sie sich an meine zuständige Mitarbeiterin, Rosemarie Saliba.

Fort- und Weiterbildung

Ich freue mich Ihnen mitteilen zu können, dass ich nunmehr meine Ausbildung als Fachtrainerin (JDA) erfolgreich abgeschlossen habe. Dieser Lehrgang qualifiziert mich nicht nur bei verschiedenen Organisationen als Dozentin, sondern ermöglicht es mir, auch die Qualität meiner Fachvorträge anzuheben.


In der Zeit vom 25.-27. Oktober  und vom 08.-10. November nehme ich in Frankfurt am Main an einem Spezialisierungslehrgang für Vorsorgeregelungen teil. Damit erhalte und erweitere ich meine beruflichen Kenntnisse und Fertigkeiten als Fachanwältin für Erbrecht, um meinen Mandanten bestmögliche Rechtsberatung in diesem Bereich bieten zu können.

Waldmünchner Oktoberfest




A herzliches Dankschee

für Ihren Besuch am 4. Oktoberfest in Waldmünchen, bei dem ich Schirmherrin des Festes sein durfte!


Mehr zum Fest.

Mit freundlichen Grüßen

Elke Kestler
Fachanwältin für Erbrecht



Kanzlei für Erbrecht
Elke Kestler
Büro Waldmünchen
Obere Bräuhausstraße 1
93449 Waldmünchen
Tel: 09972 3003690
Büro Cham
Hafnerstraße 19
93413 Cham
Tel: 09971 7644862
Büro Bad Kötzting
Metzstraße 12
93444 Bad Kötzting
Telefon: 09941 9552877

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