Themen-Telegramm Dezember 2018

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Wer erbt, ist selber schuld

Diesen Eindruck kann man manchmal gewinnen, wenn man einen Blick auf die Gestaltung des erbrechtlichen Verfahrensrechts und die justizielle Ausstattung in diesem Bereich wirft. So heißt es wörtlich im Editorial einer renommierten erbrechtlichen Fachzeitschrift. Der Autor beklagt die geradezu stiefmütterliche Behandlung des Erbrechts in der juristischen Ausbildung generell, aber auch in der Ausbildung konkret der Richter. So würden gerade junge Richter mit den Aufgaben des Nachlassrichters betraut werden, die damit oftmals überfordert sind. Denn im Nachlassverfahren regelt vieles der Rechtspfleger, so dass zwar vergleichsweise wenige Sachen vor dem Richter landen, diese dann jedoch umso komplizierter sind. Es fehlen dann oft die notwendigen Kenntnisse im Erb- und Verfahrensrecht.

Erbrechtliche Streitigkeiten, etwa zwischen Pflichtteilsberechtigten und Erben oder unter Miterben sind in der Verfahrensordnung den Zivilgerichten zugewiesen. Ein eigenes Referat „Erbgericht“ gibt es nicht. So kann es passieren, dass eine komplizierte Erbsache einem Richter aus dem Baureferat zur Entscheidung zugewiesen wird.

Die erbrechtlich versierten Anwälte bedauern diese Aufteilung zwar, ändern kann sie jedoch ausschließlich der Gesetzgeber durch Schaffung eines „Erbreferats“ mit entsprechend spezialisierten und geschulten Richtern oder eines eigenen „Erbgerichts“ ähnlich dem bereits existierenden Familiengericht.

Dies alles ist ein Grund mehr bereits zu Lebzeiten dafür zu sorgen, dass nach dem eigenen Ableben Streitigkeiten zwischen den nächsten Angehörigen vermieden werden. Eine durchdachte Nachfolgeplanung mit meiner Unterstützung ist nicht nur kostengünstiger als eine Erbstreitigkeit, sondern jedenfalls auch wesentlich nervenschonender für den überlebenden Partner und die Kinder.

Rufen Sie mich an und vereinbaren Ihren persönlichen Beratungstermin!

Tipp für den Bevollmächtigten

Seit Februar 2018 erscheint monatlich ein "Tipp für den Bevollmächtigten". Alle bisher erschienenen Tipps können Sie auch auf meiner Webseite nachlesen.

Schenkungen in Vertretung des Vollmachtgebers

Grundsätzlich darf der Bevollmächtigte keine Schenkungen aus dem Vermögen des Vollmachtgebers vornehmen. Dies gilt meistens nicht für Sittlichkeits- und Anstandsschenkungen, beispielsweise zu Geburtstagen, Weihnachten, Verlobung, Hochzeit, Taufe usw. Erlaubt sind also jene kulturellen, moralischen und sozialen Geschenke, die in unserem Kulturkreis üblich sind. Zu beachten sind jedoch die Einkommens- und Lebensverhältnisse des Vollmachtgebers, an denen sich der Wert des Geschenkes zu orientieren hat.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Vollmachtnehmer kleinere Zuwendungen im üblichen Umfang etwa an Kinder und Enkelkinder des Vollmachtgebers aus dessen Vermögen tätigen darf, wenn ein konkreter Anlass besteht, beispielsweise jetzt zu Weihnachten.

Vortragshinweis

Seit Jahren ist es mir ein besonderes Anliegen, in meinen Vorträgen die Öffentlichkeit über erbrechtliche Themen zu informieren. Ich stelle typische Situationen dar und zeige verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf, beantworte Fragen und kläre über Missverständnisse auf. Auch im Dezember darf ich Sie zu einen meiner Vorträge einladen:

Thema: Der Tag, an dem "die Pflege" kam...
am Mittwoch, den 12. Dezember um 19.00 Uhr
im Museumstrakt des Fürstenkastens in Rötz

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Sie sind ein Verein oder eine Organisation und haben selbst Interesse einen Vortrag zu veranstalten? Kein Problem! Bitte wenden Sie sich an meine zuständige Mitarbeiterin, Anna-Magdalena Singer.

Bürozeiten zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Heiligen Drei Könige:

Am 27. und 28. Dezember 2018 sind wir von 08:00 Uhr - 16:00 Uhr wie gewohnt für Sie da!

Vom 31. Dezember bis 04. Januar 2019 ist die Kanzlei wegen Betriebsurlaub geschlossen.
Unser Themen-Telegramm erhalten Sie aus diesem Grund erst Mitte Januar. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Zu guter Letzt:

Liebe Leser, bald ist Dezember, ein Jahr ist fast wieder geschafft. Der Advent, die besinnliche Vorweihnachtszeit, steht vor der Tür. Genießen Sie Punsch und Plätzchen und halten Sie inne in der Hektik des Alltags. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein Frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und glückliches Jahr 2019!

Mit freundlichen Grüßen

Elke Kestler
Fachanwältin für Erbrecht



Kanzlei für Erbrecht
Elke Kestler
Büro Waldmünchen
Obere Bräuhausstraße 1
93449 Waldmünchen
Tel: 09972 3003690
Büro Cham
Hafnerstraße 19
93413 Cham
Tel: 09971 7644862
Büro Bad Kötzting
Metzstraße 12
93444 Bad Kötzting
Telefon: 09941 9552877

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